Flachdächer

Als Flachdach bezeichnet man ein Dach mit einer Neigung von höchstens 7 Grad und weniger. Das Flachdach ist nicht zu verwechseln mit einem lediglich flach geneigten Dach, das eine Neigung von ungefähr 22 Grad hat.
Das Flachdach ist nicht nur um einiges leichter als ein geneigtes Dach, ein Flachdach lässt Architekten und Bauherren auch freie Hand bei der Gestaltung des Abschlussgeschosses. Fast immer ist die den Raum abschließende Geschossdecke auch gleichzeitig Bestandteil der Konstruktion rund um das Flachdach.

Ein Flachdach muss besonders gründlich abgedichtet und ständig entwässert werden, denn stehendes Wasser lässt das Dichtungsmaterial ermüden und Beton porös werden. Typische Materialien zur Abdichtung von einem Flachdach sind Bitumen-Schweißbahnen oder spezielle Kunststoffdachbahnen. Als besonders robust gelten Kautschuk sowie Kunststoffdichtungsbahnen aus PVC und PIB.

Erst eine Dämmung ab rund zwanzig Zentimetern macht ein Dachgeschoss bewohnbar. Die Dämmung beim Flachdach muss ebenso exakt verarbeitet sein wie beim Steildach, denn sonst tropft Kondenswasser.

Zwei große Vorteile haben Sie als Bewohner eines Hauses mit Flachdach: Erstens können Sie Ihr Flachdach als Terrasse oder Dachgarten nutzen, zum anderen ist der unter dem Flachdach liegende Wohnraum frei von Schrägen. Da bleibt im Dachgeschoss viel Platz für Stauraum und hohe Schränke. Außerdem müssen Sie bei einem Flachdach nicht zu Spezialfenstern greifen, sondern können Standard-Fenster einsetzen. Für zusätzliches Licht sorgen Lichtkuppeln, die direkt ins Flachdach eingebaut werden können.

Flachdächer sind auch umweltfreundlich und nutzen die natürlichen Ressourcen, zum Beispiel durch den Einsatz von Solarthermie oder Photovoltaik.

Gründächer erfüllen vielerlei Funktionen. Sie ergänzen die Wärmedämmung, schützen die Dachabdichtung, bieten Lebensraum für Pflanzen und Tiere, halten Regenwasser zurück, verbessern das Kleinklima und stellen wichtige Ausgleichs- bzw. Erholungsflächen dar.

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